Stiftung Mercator

JIK Berlin 2015: "Vielfalt in Berliner Kulturinstitutionen"

Im Oktober 2015 tagte die JIK Berlin zum dritten Mal in Folge. In diesem Jahr beschäftigten sich die vierzig Teilnehmenden aus ganz Berlin mit dem Thema „Vielfalt in Berliner Kulturinstitutionen“.

Spiegeln die Kulturinstitutionen die Vielfalt der Bewohnerinnen und Bewohner Berlins wider? Was ist Diskriminierung und wo hört Meinungsfreiheit auf?

Beim Vorbereitungsseminar im Ballhaus Naunynstraße kamen die Teilnehmenden mit Experten aus Wissenschaft, Kulturszene und Praxis ins Gespräch. Stereotype Wahrnehmungen von Islam und Muslimen in Deutschland und Berlin wurden genauso thematisiert wie die Darstellung von Minderheiten in der (Hoch-)Kultur.

Passend zum Planspiel wurde die Location gewechselt: Im prachtvollen BVV-Saal des Rathauses schlüpften die Teilnehmenden in neue Rollen. Als Theaterintendanten und Verantwortliche im Kulturdezernat, als Mitglieder von Bürgerbündnissen und religiösen Vereinen, bis hin zu Journalisten debattierten die Teilnehmenden über die Aufführung des umstrittenen – fiktiven – Theaterstücks „Glaubenssachen“. Darf ein Theaterstück gespielt werden, das offen religionsfeindlich ist und starke antimuslimische Ressentiments hegt? Das Planspiel wurde bei der JIK Berlin uraufgeführt und die Premiere verlief brillant!

Im wannseeFORUM diskutierten und brainstormten die Teilnehmenden weiter, während sie den Seeblick genießen konnten. An den zwei Tagen standen ihre eigenen Ideen und Vorschläge im Vordergrund und erste Ergebnisse für das Berliner Ergebnispapier wurden konzipiert. Dabei kam der Austausch und Spaß nicht zu kurz!