Stiftung Mercator

Erste JIK-Hamburg startete unter dem Motto "Volle Vielfalt voraus"

Erster Bürgermeister der Hansestadt Hamburg eröffnet die JIK Hamburg (Herbst 2014)

JIK Hamburg 2014

Im Oktober 2014 tagte die JIK Hamburg zum ersten Mal in der Hansestadt. Vierzig Teilnehmende diskutierten über Identität und Zugehörigkeit, Teilhabe und Engagement sowie über die Lebensrealitäten von Minderheiten in der Stadt.

Bei dem zweitägigen Vorbereitungsseminar erhielten die Teilnehmenden Hintergrundinformationen zu Islam und Muslimen in Deutschland und Hamburg. Es wurden verschieden Perspektiven und Ideen mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Praxis diskutiert, darunter:

  • Prof. Dr. Wolfram Weiße, Professor für Erziehungswissenschaft, Direktor der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg
  • Prof. Dr. Naika Foroutan, Leiterin der Forschungsgruppe JUNITED an der HU Berlin
  • Said Haider, Zahnräder e.V. – Netzwerk junger Muslime zur Förderung des Sozialunternehmertums in Deutschland
  • Daniel Abdin, Vorsitzender der SCHURA – Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V. Mitgliedsvereine
  • Kenan Kolat, ehem. Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V. (TGD) von 2005 bis Mai 2014
  • Hatice Akyün, Journalistin und Autorin
  • Daniel Bax, Inlandsredakteur der Tageszeitung TAZ

Das Planspiel wurde im Hamburger Rathaus vom Ersten Bürgermeister Hamburgs und Schirmherr Olaf Scholz feierlich eröffnet. In einem fiktiven Planspiel befassten sich die Teilnehmenden mit der Einrichtung eines Schulfaches mit dem Namen "Deutsche Gesellschaft im 21. Jahrhundert", in dem die Themen Vielfalt und Muslimbilder besondere Berücksichtigung finden sollten.

Am letzten Tag der Konferenz, im Dialogforum, wurden auf der Rickmer Rickmers die Informationen, Erfahrungen und Ideen der vergangenen Konferenztage gebündelt und an die Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) gereicht. In einem Treffen mit Senator Detlef Scheele konnten die Teilnehmenden ihre Ideen vorstellen und diskutieren. Zentrale Handlungsempfehlungen der JIK Hamburg erfolgten für die Bereiche  1. Abbau struktureller Diskriminierung, 2. Partizipation und Mitgestaltung, 3. Darstellung von Islam- und Muslimbildern in der Öffentlichkeit.

Auf die Initiative von Hamburger Teilnehmenden hin wurde außerdem auch ein monatlicher „JIK-Stammtisch“ in Hamburg eingerichtet, zu dem alle JIK‘ler herzlich eingeladen sind.

Mehr Infos dazu gibt es hier: sally.riedel(at)j-i-k.de

Jetzt ausfüllen und mitmachen