Stiftung Mercator

JIK Hamburg 2015: "Stadt-Teil-Akteur"

Im Jahr 2015 hieß es zum zweiten Mal „Volle Vielfalt Voraus“ für die Junge Islam Konferenz in Hamburg. An zwei aufeinander folgenden Wochenenden im November kamen vierzig Jugendliche zusammen, tauschten sich aus, diskutierten miteinander und entwickelten Handlungsempfehlungen sowie Ideen und Themen der Weiterarbeit.

Das diesjährige Schwerpunktthema Stadt-Teil-Akteur beschäftigte sich mit der Frage Ob und welchen Einfluss der Stadtteil auf die Zukunftschancen des Einzelnen hat. Der Stadtteilbezug wurde an allen Konferenztagen thematisch aufgegriffen und ermöglichte den konkreten Blick auf lokale Alltagssituationen: Warum leben in einem Bezirk mehr und in dem anderen weniger MigrantInnen? Wie wird in den einzelnen Stadtteilen Vielfalt gelebt? Welche Akteure können im Rahmen der Stadtteilfrage eine Rolle spielen?

Das zweitägige Vorbereitungsseminar, welches in der Hamburger Staatsbibliothek stattfand, vermittelte Hintergrundwissen über Islam- und Muslimbilder in Deutschland/Hamburg und führte in das Schwerpunkthema ein. Dies geschah mittels vielfältiger methodischer Formate, darunter Kleingruppen- und Workshoparbeit und einem Diversity Training. ExpertInnen aus Behörde, Wissenschaft und Praxis diskutierten auf Podiumsdiskussionen und standen den Teilnehmenden in einem World Café für direkte Rückfragen zur Verfügung.

Das Planspiel im Harburger Rathaus beschäftigte sich, passend zum Schwerpunkthema, mit dem Bau einer Moschee. Hierfür schlüpften die Teilnehmenden in verschiedene Rollen und diskutierten darüber, ob und wie der Bau einer Moschee gelingen kann und welche Bedeutung Moscheegemeinden darüber hinaus als soziale Akteure haben (können).  

Das anschließende Dialogforum in den Räumlichkeiten des Amerikazentrums, in der Hafencity, bündelte alle wichtigen Themen. Im regen Austausch wurden konkrete Forderungen sowie Themen der Weiterarbeit herausgearbeitet.  Besonders die Themen Bildung und Chancengleichheit, Flucht -Verantwortung, Ressourcen und Hürden im Alltag sowie Individuelle und strukturelle Diskriminierung und Engagement im Stadtteil wurden schwerpunktmäßig besprochen.

Die Konferenz wurde von beeindruckenden Hamburger Poetry Slamern und Storytellern abgerundet.

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