Stiftung Mercator

Foto: Nina Pieroth

Junge Islam Konferenz - Berlin

Die JIK Berlin findet jährlich seit 2013 statt. Sie ist ein Projekt der MUTIK gGmbH und der Humboldt-Universität zu Berlin, gefördert durch die Stiftung Mercator. Das Projekt wird durchgeführt in Kooperation mit der Beauftragten des Berliner Senats für Integration und Migration.

Jeden Herbst kommen vierzig Teilnehmende im Alter von 17 bis 23 aus ganz Berlin zusammen und diskutieren gemeinsam über das große Themenfeld “Islam und Muslime in Deutschland” mit einem speziellen Berlin-Bezug. Das tun sie an zwei Wochenenden an spannenden Locations mitten in Berlin. Dazu zählen wissenschaftliche Orte wie die Humboldt-Universität oder das Wissenschaftszentrum zu Berlin, politische Orte wie das Rote Rathaus und kreative Orte wie die Werkstatt der Kulturen.

 

Worum geht es in der JIK Berlin?
Berlin ist nicht nur arm, aber sexy, sondern auch groß, weltoffen, spannend und vor allem – vielfältig! Berlin ist eine Millionen-Metropole, die von ihren Bewohnerinnen und Bewohnern unterschiedlicher Herkunft, Lebenswelten, Religionen und Kulturen geprägt ist. Jeder vierte Einwohner der Hauptstadt hat einen sogenannten Migrationshintergrund. Unter anderem leben schätzungsweise 300.000 Menschen mit muslimischem Migrationshintergrund in Berlin. Jedes Jahr wird die Stadt aufgrund von Zuwanderung aus der gesamten Welt größer und heterogener. Kurzum: Gesellschaftliche Vielfalt und plurale Lebensentwürfe sind längst Normalität in Berlin!

Trotzdem werden vielfältige Lebensrealitäten nicht immer als Chance wahrgenommen. Auch in Großstädten wie Berlin entwickeln sich Vorurteile und Ressentiments gegenüber Minderheiten. Im letzten Jahr fanden einige dieser Ängste und Stereotypen ihren Ausdruck in den landesweiten Pegida-Demonstrationen, die, ausgehend aus Dresden, wütende Bürgerinnen und Bürger auf die Straße brachten. Dabei ging es um Integrationspolitik, Flüchtlingspolitik und die Angst vor „dem Fremden“. Die Demonstrationen sorgten für landesweite Diskussionen und Besorgnis. Bis heute gibt es keine umfassende Antwort, wie auf diese Entwicklungen reagiert werden soll.

Im Rahmen der JIK Berlin wird diese Entwicklung aufgegriffen. Missstände werden offen angesprochen und reflektiert. Gemeinsam wird in Workshops und Diskussionsrunden ausgelotet, wie diesen Tendenzen begegnet und entgegengewirkt werden kann. Die Teilnehmenden der JIK Berlin entwickeln im Laufe der Konferenz ein Ergebnispapier für die Politik und Zivilgesellschaft, das Impulse und konkrete Handlungsempfehlungen benennt.

Einblicke in das Konferenzprogramm der JIK Berlin